Die eigentliche Idee ins Ausland zu gehen entstand vor ca. zwei Jahren. Ein Mannschaftskollege hat mich zu seiner Abschiedsfeier eingeladen und er wollte ein freiwilliges soziales Jahr in Bolivien absolvieren. Zuerst dachte ich so ein Jahr wäre ein verlorenes Jahr und da ich im Laufe der Zeit oft mit der Frage konfrontiert wurde „ Was machst du nach der Schule“ und nie eine konkrete Antwort drauf geben konnte, überlegte ich, es ist doch gar nicht schlecht für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Somit war die Idee mit dem FSJ für mich ein Kompromiss, eine neue Erfahrung als Herausforderung und auch eine Erleichterung^^.
Zunächst fragte ich mich „ wohin soll es gehen?“ Die Antwort war mir klar „ Hauptsache weg“---- nein Spaß. Da ich weder französisch noch spanisch in der Schule hatte und ich einiger Maßen englische Sprachkenntnisse besaß, kamen nur englischsprachige Länder für mich in Frage. So machte ich mich am Ende meiner Letzten Sommerferien (man kann sich frühestens ein Jahr vorher bewerben) im Internet schlau und bewarb mich für Südafrika, USA, GB, Kanada, Australien und Neuseeland. Die Bewerbungsphase war ziemlich zeitaufwendig und nicht unkompliziert. Die Organisationen( ca. 10, bei denen ich mich beworben habe) stellten sehr viele individuelle Fragen die man teilweise ausführlich beantworten musste. Darüber hinaus musste ich so genannte Referenzen suchen, die für mich ein Gutachten schreiben--- wie toll und sozial Qi ist blabla^^. Hier bedanke ich mich noch bei dem Lago-team, meiner Englischlehrerin und meiner Familie, die mich dabei unterstützt haben.
Da ich auf mich allein angewiesen war und mich selbst um die organisatorischen Dinge kümmern musste, wurde die Entschlossenheit immer größer und nach der Bewerbung wusste ich: es gibt kein zurück mehr du wirst 100% für ein Jahr ins Ausland gehen.
Endlich war es soweit nach vielen Gesprächen, Infoveranstaltungen usw. habe ich eine Zusage am Ende letzten Jahres von einer Waldorfgrundschule in Armidale bekommen. Armidale ist eine Kleinstadt in Australien mit 25,000 Einwohnern an der Ostküste zwischen Brisbane und Sydney. Da die Schule eine schnelle Bestätigung brauchte, habe ich, der eigentlich bisher nur in einer Großstadt aufgewachsen ist, mich für diese kleine Schule entschieden. Ich war super happy über dieses Angebot, da ich einfach dieses lange Warten wie bei DSDS nicht mehr aushalten konnte.
Nach der Zusage bestand das Problem darin einen Förderkreis aufzubauen, d.h. jeder Freiwillige soll potenzielle Spender sowohl in der Verwandtschaft als auch außerhalb suchen, welche die Organisation unterstützen, um es überhaupt möglich zu machen, Freiwillige ins Ausland zu entsenden.(Die Freiwilligen bekommen kein Gehalt während des Jahres) Diese Phase hat mir echt viele Nerven und Zeit gekostet. Ich teilte meine Idee mit dem FSJ zuerst meinen Lehrern an der Schule mit und schrieb zunächst den Lokalzeitungen und rief bei dem IHK an und ich durfte sogar deswegen mit dem Bürgermeister an einem Tisch eine Tasse Kaffee trinken. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Spendern, die mir auch viel Mut und Glückwünsche zugesprochen haben. Ich möchte besonders das Sportfest hervorheben, was meiner Spendenkasse gut getan hat (bin stolz und glücklich über die zahlreich erschienenden Besucher) und der Firma Murtfeldt einen herzlichen Dank aussprechen für die stolze Spende im Wert von 1,000€.
Mitte Juli fing quasi mein Sozialdienst an und ich besuchte wie andere 25 FSJ-ler für 10 Tage in Frankfurt unser Vorbereitungsseminar. Es war eine coole Zeit mit den Jungs, in der viele interessante Übungen, tiefsinnige Gespräche und natürlich alkoholisierte Abende stattfanden.

In den darauf folgenden zwei Wochen musste ich mich von vielen Leuten verabschieden und bedanke mich hier noch mal herzlich bei meinen Freunden für die großartige auch emotionale Abschiedsparty.
Ok, es ist die Zeit des Abschieds. Good bye Dortmund, good bye Germany and good bye my friends!!! Take care and i will see you in 365 days...
Euer charmanter Qi ^^
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