Mittwoch, 22. September 2010

Surfers Paradise!!!

Hi my friends,

ich entschuldige mich für den späten Beitrag. Nun fasse ich die letzten fast vergangenen zwei Wochen zusammen.

Die letzte Arbeitswoche war ziemlich angenehm, da ich überwiegend bei gutem Frühlingswetter draußen und mit älteren Kindern aus Klasse 4 und 5(Die einzelnen Klassen sind nicht groß genug, so wurden die Klassen zusammengetan) gearbeitet habe. Es hat mir teilweise richtig Spaß gemacht mit den älteren Kids, da sie zurzeit ein Theaterstück einstudiert haben und somit konnte ich meine künstlerische und schauspielerische Fähigkeiten wieder abrufen und unter Beweis stellen^^.

Letzten Donnerstag war das Sportsfest des Schuljahres und wir waren in einem Park und haben dort verschiedene Sportsspiele wie z.B. Hochsprung, Rennen, Fußball usw. getrieben. Es war ein chilliger, sonniger, entspannter Tag mit Spaziergang, Sportsaktivitäten, Picnic...

Nun komme ich auch schnell zu dem SuperWeekend. Diesmal habe ich den Freitag frei genommen, damit ich ein langes Wochenende hatte und somit die Zeit an der berühmten Gold Coast mehr ausnutzen konnte. Gegen 9 Uhr wurde ich von Jade, Erin und Asef abgeholt(die habe ich in einem Club in Armidale kennen gelernt und sie haben mich einfach gefragt, ob ich mit ihnen mal ein We. wegfahren möchte und wie ihr mich kennt, sagte ich natürlich nicht nein.)

Gold Coast ist wohl das bekannteste und das beliebteste Reiseziel der jungen Australier. Sie liegt etwa 60 Km südlich von Brisbane und hat eine 70 Km lange Küste mit zum Teil erstklassigen Surfstränden. Das Zentrum der Gold Coast , Surfers Paradise( wo wir hinfahren hippieeeeeee!!!), ist ein Anblick, an dem man sich gewöhnen muss: eine Skyline mit Hochhäusern, die an eine amerikanische Großstadt erinnert. Auf jeden Fall war ich froh aus dem langweiligen ArmidaleWe. befreit zu sein. Nach ca. 8 Stunden statt 6 erreichten wir endlich Surfers Paradise, da wir oft Pausen machen mussten, weil es mir während der Landbergfahrt so übel wurde und wir unsere Autobatterie austauschen mussten(So eine Fahrt von fast 6ooKm für ein We. ist normal bei den Australiern und ich meine wer würde in Dortmund oft mal eben für ein We. nach München zu fahren um zu feiern),. Hier muss ich erwähnen wie hilfsbereit die Australier sind, als wir an der Seite der Landstraße standen, hielten sofort welche an um uns zu helfen.

Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt haben, gingen wir sofort zum Strand am Meer(Um ein bisschen anzugeben^^, es war echt ein SuperHotel mit einem super Anblick. Wir können das Meer von unserem Balkon aus betrachten. So spazierten wir einwenig und anschließend kauften wir ein für die Vorbereitungen der Nightclubs. An dieser Stelle will ich nicht mehr weiter vertiefen und auf jeden Fall war ich zum ersten Mal in einer richtigen australischen Disco und der Abend war cool.

Ansicht vom unseren Balkon aus

Bei Tag

Bei Nacht

Asef, Tiamo und ich

Erin, ich, Jade und Asef

Am Samstag sind wir früh aufgewacht und spazierten durch die Stadt. Alles was ich sagen kann ist: AMAZING. Surfers Paradise ist ein absoluter Ferienort(schon allein der Name) vergleichsweise mit Lorret nur besser und hat alles was so ein Urlaubsort benötigt: 300 Sonnentage im Jahr, Palme mit super sauberen, weichen Weißsandstränden, atemberaubende Architekturen, zahlreiche Shoppingstores und FastFood-Ketten, faszinierende Freizeitsparks, erstklassige Nightclubs und natürlich schöne Frauen^^. Am Nachmittag gingen sogar Asef und ich ins Meer und so spürte ich zum ersten Mal den salzigen Geschmack des australischen Meeres in meinen Augen und Mund.

Q 1(das höchste Gebäude in der Südhalbkugel) im Hintergrund

Nochmal von nah (ca. 300m)



Am Sonntagmittag verließen wir unser Hotel, sagten Tüs zu Surfers Paradise und fuhren zu dem regnerischen Armidale zurück. Abends unterhielt ich mit meiner Gastfamilie wegen der kommenden Urlaubsplanung, da in einer Woche schon die Frühlingsferien beginnen. Meine Gastfamilie stellte mir Maps und Zelt usw. zur Verfügung und erzählte mir von Couchsurfing um Geld zu sparen. Es gibt so genannte Couchsurfers, welche ihre freien Betten anbieten für nichts, um neue Leute aus der ganzen Welt kennen zu lernen. So machte ich mich schlau unter dieser Woche und habe auch sofort einige Angebote bekommen jaaaaaaa!!! Ich werde mit Rafael meine erste große Reise für zwei Wochen am Samstag beginnen. Um mobil zu sein, haben wir uns ein Auto geholt und ich hoffe es geht alles gut. Heute, an meinem freien Donnerstag, habe ich einige Sachen vorbereitet für die Reise, wie z.B. einkaufen, Sachen, die ich benötige, heraussortiert(internationaler Führerschein, Kreditkarte usw.), ein Navigationsgerät habe ich auch bereits von einer Freundin ausgeliehen.

Noch wichtig zu erwähnen in dieser Woche vor den Ferien sind die Theaterstücke von Klasse 2 und Klasse 4 und 5. Die Kids waren so süß und hier sind noch zwei Ausschnitte zu jeweiligem Theaterstück zu sehen.

Sorry, ich weiß nicht warum kein Ton ist.

Allright, meine treue Leser, übermorgen wird eine abenteuerliche Reise für mich beginnen, d.h. keine Planung, schlafen im Wildnis, selber kochen, neue Naturorte erkunden... Ich bin echt gespannt, also bleibt schön am Ball und ich bin in ca. 3 Wochen wieder bei euch.

Passt auf euch auf!!!

Euer Abenteuer suchender Qi

Montag, 13. September 2010

Alltag...




Seid gegrüßt, my friends!!!

Nun bin ich schon fast ein Monat hier---unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!!! Alles ist nicht mehr so aufregend wie am Anfang und der normale, gewöhnliche und manchmal eintönige Alltag kehrt wieder ein.

Jeden Tag werde ich gegen halb 8 geweckt und um 20 nach 8 nehme ich zusammen mit den Kindern den Bus, welcher direkt vor unserer Haustür hält. Um 9 komme ich in der Schule an und werde sofort in eine Klasse eingesetzt. Dort helfe ich meistens Kindern mit Lernbehinderungen beim Zählen oder Lesen. Manchmal gehe ich nachmittags mit einer Klasse Bush-walking(siehe oben).

Gartenarbeit gehört fast täglich zu meiner Tätigkeit, d.h. Schulhöfe fegen, große Steine transportieren, Holzstücke sammeln usw. Um 15 Uhr nehmen alle Kinder zusammen den Bus nach Hause. Da die Eltern beide Vollzeit arbeiten, d.h. meine Aufgabe besteht darin, für die Kinder da zu sein und sie beschäftigen: Fußball spielen usw. bis die Eltern so gegen halb 6 wiederkommen.

Wir essen Abendbrot meistens gegen 7, da die Familie eher englisch geprägt ist und es hat natürlich gravierende Auswirkungen auf die Mahlzeiten^^. Darüber hinaus ist Charles ein Vegetarier und da freue ich mich als leidenschaftlicher Fleischesser besonders. Bisher habe ich nicht einmal Kartoffeln oder einmal richtig Fleisch sowie Schnitzel gegessen. Jetzt könntet ihr euch vorstellen, wie ich meine ehemalige fleischreiche Tage vermisse. Da die Familie gar kein Fernseher schaut und es sowieso wenige Programme gibt, welche ich sowieso noch nicht viel verstehe, ist mein Leben nach dem Abendbrot relativ einfach gestaltet. Am Wochenende gehe ich meistens zweimal weg, da ich diese Abendslangweile vertreiben möchte. In den Dorfpubs sehe ich fast immer dieselben Leute und höre dieselben Lieder, die abgespielt werden. Darüber hinaus bin ich echt ungeduldig und unzufrieden mit meinem Englisch. Wie ihr es spüren könntet, mache ich doch keinen Urlaub und habe immer Spaß in Australien wie viele das denken. Am Samstag durfte ich auch beim Working Bee in der Schule im arbeiten von 9 bis 3 und der Sonntag war echt tot langweilig, da ich weder Spiele noch gute Freunde habe, welche mich unterhalten würden. An dieser Stelle weiß ich wie wichtig meine Freunde in Deutschland sind und ich hoffe, dass es sich bald was ändert, was meine Freizeitgestaltung betrifft.

Sorry, meine treue Leser! Es gibt leider diese Woche nicht so viel Spannendes zu erzählen. Macht euch keine Sorgen, wie ihr mich kennt, werde ich nicht so leicht herunterkriegen. Nächstes Wochenende fahre ich mit einigen Leuten, welche ich in Armidale kennen gelernt habe, nach Gold Coast(das Lieblingsreiseziel der Australier). Ich garantiere und werde euch nächste Woche mit mehr Entertainmentsinhalten berichten.

Bis dahin passt auf euch gut auf!!!

Euer gelangweilter Qi

Montag, 6. September 2010

"DOOF"

Hallo, hier begrüße ich meine treuen Leser herzlich in der ersten Septemberwoche, d.h. wir haben hier den offiziellen Frühlingsanfang. Ich merke es deutlich, dass es wärmer wird, da ich zu Hause bereits ohne meinen Schal aufhielt.

Die Arbeitswoche nach dem schönen
We. war trotzdem nicht einfach, da ich wieder in der Monster-AG gelandet war. Am Montag sind die Kids in der ersten Klasse besonders anstrengend. Die neue Lehrerin Louise ist nicht in der Lage die Klasse unter Kontrolle zu halten und somit fällt ein großer Last auf mich ihr zwangsläufig zu helfen, da ich diesen Lärm nicht aushielt. Alle 5 Min. guckte ich auf meine Uhr, wann Pause war und freute mich richtig in der Pause, dass ich meine Ruhe hatte. Jetzt weiß ich wie sich einige Lehrer in Deutschland ungefähr fühlen bei einer chaotischen Klasse.

Am Montag lernte ich
Rafael kennen. Er ist 22 und macht hier auch sein soziales Jahr wie ich. Nach einigen Gesprächen scheint er nett zu sein.

Mittlerweile war
Laura aus dem Skicamp wiedergekommen und d.h. ich musste mich nicht mehr so sehr mit Alex beschäftigen nach der Schule. Am Dienstag habe ich eine Bibliothekkarte beantragt und am folgenden Mittwochabend fuhr ich zum ersten Mal zu einer Uniparty. Das war eig. ziemlich cool.

An meinem freien Donnerstag fuhr ich mit dem Fahrrad zur Uni und guckte mir die Gegend dort ein bisschen an und anschließend sah ich "
No country for old men" auf Englisch an. Viele fragten mich wie ich mit der Sprache zurecht käme. Ich kann das schlecht beurteilen, viele sagen ich würde relativ gut sprechen. Das Problem bei mir ist: ich bin zurzeit ziemlich ungeduldig, da ich mich nicht richtig ausdrücken und schwere Sachverhalte nicht erklären kann. Das ärgert mich richtig, da ich mit den Menschen nicht so austauschen kann wie ich es möchte(vielleicht liegt es an meinem Ehrgeiz) naja, abwarten!

Auf jeden Fall war es endlich der Freitag. Ich liebe freitags, da freitags "
Tuck-Shop Tag"( Lunch an der Schule) ist und in der Regel auch nicht so stressig ist. Ich half in der Küche aus und machte zum ersten Mal einen Kartoffelsalat, einen australischen Kartoffelsalat, d.h. Kartoffelstücke aus einer Supermarkttüte in einen Schüssel tun und mit Mayonaisse vermischen und Pfeffer drauf----- FERTIG!!! OH MY GOD!!!(angeblich soll der ziemlich gut angekommen sein bei den meisten^^)

Nach der Schule ging ich wieder
joggen, während Alex beim Soccertraining ist. (ich muss echt mehr Sport machen^^) Dann kam endlich mein We. Ich wurde von Louises Sohn Josh gefragt, auf eine private Gebparty zu kommen. Da sagte ich doch nicht nein^^. So holte Josh mit einigen Freunden von ihm ab und wir fuhren in irgendeinen Wald hinein. Dort waren 100 von jungen Leuten, welche beim Dauerregen mitten im Wald bei coolen Musik- und Lichtanlagen und Lagerfeuer feierten. Das war sau geil und sau komisch für mich. Die Leute waren alle so nett und so locker drauf. Angeblich sollen solche Dorfpartys regelmäßig stattfinden und sie nennen sie DOOFs. Einfach cool!


Am Samstag habe ich zwei Stunden im Garten meiner Betreuerin Gaynor gearbeitet, da ich allen erzählt habe wie teuer hier alles ist und wie arm ich bin^^. Die australischen Gärten, welche ich bisher gesehen habe, sind mit Müllstationen zu vergleichen. Sie sind so unordentlich im Vergleich zu den Gärten in Deutschland(wie z.B. bei uns zu Hause).


Sonntag war the Father`s Day in Australia. Am sonnigen Nachmittag trafen Jenny, Rafael und ich in der Stadt und aßen eine australische Pizza zusammen, das war cool. Anschließend fuhren wir noch zu Feli und dort lieh ich eine Gitarre von ihrer WG aus, so kann ich meine Zeit in einigen langweiligen Stunden mit der Gitarre verbringen.


Bis nächste Woche und Frühlingsgrüße aus Armidale!


Euer Partylöwe Qi