Donnerstag, 14. Oktober 2010

the first road trip!!!

day my family and my friends in Germany,


es ist so lange her, dass wir letztes mal Kontakt hatten, wie ihr wisst, ich war auf einer großen Reise. Die gute Nachricht ist: ich bin vor ein paar Tagen heil und gesund wieder in Armidale angekommen und die andere gute Nachricht ist: die erste große Reise war absolut unglaublich!!! Da ich insgesamt 16 Tage unterwegs war, deswegen gibt es heute einen großen Bericht mit ganz vielen schönen Fotos und Videos.

Es war endlich so weit, nach einem aufgeregten kurzen Schlaf holte Rafael mich am Samstagmorgen vor ca. zwei Wochen mit dem neuen Subaru(ein super altes Auto Baujahr 1984) ab. Da alles voll schnell ging mit dem Einpacken und so vergaß ich wegen der Aufregung vor meiner ersten großen Reise meine Jacke, Schlafsack, Kappe usw. So verließen wir mit guten Hoffnung, Laune und Musik endlich the Armidale City.

Tag 1 und 2

Wir fuhren bei gutem Frühlingswetter sofort zu unserem ersten Roadtripziel über Grafton nach Kyogle. So fuhr ich zum ersten Mal Auto in Australien mit Linksschaltung bei Linksverkehr. Am Anfang hatte ich echt Schwierigkeit mit der Koordination, links zu schalten und gleichzeitig auf den Verkehr zu achten, aber nach einer Weile war alles easy going^^. In dem 2000 Einwohnerkaff Kyogle wohnt der Großcousin von Rafael, welcher uns am Nachmittag freundlich empfing und sofort die Gegend demonstrierte. Am Abend lud er uns sogar noch zum Steakdinner ein. Am nächsten Tag fuhr Klaus uns nach Byron Bay(ein beliebter Ort zum Whaleswatching) und unterwegs besuchten wir ein Schiffsmuseum. Es war cool!!!


Byron Bay Lighthouse
Whales Watching
Rafael und ich

Tag 3,4 und 5

Die erste Woche hat gestartet und so verließen wir Kyogle und Richtung zum warmen Norden. Da die Couchhosts in Brisbane uns kurzfristig abgesagt haben, mussten Rafael und ich unsere Route spontan ändern und so landeten wir bei unseren ersten Couchhosts Dave in Sunshine Coast 180 Km nördlich über Brisbane. Dave war ein sehr lustiger Mann, der uns und zwei weiteren deutschen Couchsurfers viele Tipps für unsere Reise gab und uns nach einem originellen australischen Barbeque in einer stürmischen Nacht auf eine Nachtstadttour in Noosa mitnahm. Ansonsten waren wir in den drei Tagen ein wenig am Strand, spielten Tennis und gingen shoppen. An dieser Stelle muss ich nur erwählen, dass auch die australischen Mücken mein Blut sehr mochten und somit mir sehr viele weitere ruhige Nächte bescherten. Hier einen herzlichen Dank, dass mein Nebenmann wieder kaum was davon spürte und nur ich hmmmmmmm


Dave und die anderen beiden deutschen Couchsurfers
mein erster australischer BBQ-Burger

Tag 6

Nach drei Tagen auch auf Grund des Wetters verließen wir endlich the Sunshine Coast und machten wir uns auf den Weg nach Rainbow Beach. Dort campten wir zum ersten Mal und zwar direkt am Meer. Das war die schönste Nacht von der ganzen Nacht meiner Meinung nach. Wir bauten unser Zelt ca. 50 m vom Meer entfernt auf und sammelten so eben ein paar Holzstücke um Feuer zu machen, da es fast dunkel wurde. So machte ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Feuer und es war saucool, unter dem Millionensternenhimmel neben dem Feuer Gitarre zu spielen und dabei Wurst zu grillen. Das einfache Nichtstun, das stundenlange Starren ins Feuer, die tiefsinnigen Gespräche mit Rafael und das ewige rhythmusvolle Meeresgeräusch zu lauschen genoss ich sehr. Nach einer sehr kalten windigen Nacht am Meer kochten wir Pasta mit Tomatensoße und gingen beim Sonnenschein am sehr einsamen Strand mit einer Sicht auf Fraser Island spazieren. Einfach schön…

Unser Zelt am Meer
Fraser Island im Hintergrund
Freiheit!!!

Tag 7,8 und 9

Da wir rechtzeitig in Hervey Bay ankommen wollten, um beim Tageslicht unser Zelt aufbauen zu können, brachten wir auf um die Mittagszeit. So campten wir in dem billigsten Hostel der Stadt für 9 Dollars pro Person sogar mit Heißdusche und Strom. Der Eindruck, dass viele deutsche Touristen in Australien sind besonders an der Ostküste, hat sich bis spätestens als wir in der Gemeinschaftsküche des Hostels unser Dinner vorbereiten bestätigt. So fanden zwar einige interessante Gespräche unter vielen deutschen Backpackers statt, aber ich habe mich gefühlt wie im Urlaub in Südtirol, da unglaublich viele unglücklicherweise meine Sprache beherrschten.(ich wollte englisch lernen und Leute aus der ganzen Welt zu treffen) Hier traf ich auch die erste Dortmunderin und wir gingen mit ihr am ersten Abend zu einem Nightclub. Am zweiten Tag verbrachten wir unsere Zeit mit Faulenzen am Strand und einem langen verwirrten Spaziergang. Nun kommen wir auch zu dem Highlight des Urlaubes: Die Tour auf FRASER ISLAND. Fraser Island ist die drittgrößte Insel der Australier und die größte Sandinsel der Welt. Sie gilt als einer der fasziniersten und unglaublichsten Naturorte auf der ganzen Erde. So buchten wir eine Tagestour für 165$, da man entweder mit einem Geländewagen oder einem Tourbus mit der Fähre die Insel erkunden kann. Wir fuhren mit einem Tourbus mit weiteren 50 Touristen auf den teilweise sehr unbequemten Sandstraßen. Der dichte Regenwald mit seinen seltenen Pflanzenarten und einzigartigen Tiergeräuschen faszinierte alle mit großen Augen. Das Hochpunkt des Tages war das auswahlreiche Lunch und der danach zu sehende Lake McKenzie. Ich habe noch nie einen See gesehen, welcher so klar war. Ich hatte beinahe das Gefühl, im Paradies angekommen zu sein, das war der absolute Orgasmus für die Augen. Als wir ermüdet im Bus den Sonnenuntergang betrachteten, waren uns dann bewusst, wieder im Alltag zu sein.

On Ferry to Fraser Island
Das Mythosschiff auf der Fraser Island



Lake McKenzie



Tag 10

Am nächsten Tag reisten wir zu unserem nördlichsten geplanten Ort des Roadtrips Bundaberg. Nun sind wir ca. 1300 km entfernt von Armidale. In Bundaberg besichtigten wir die Stadt und die berühmte Rumfabrik und gingen zum Friseur für 10$(Wahnsinn!!!). Was sehr lustig war, dass wir die beiden deutschen Couchsurfers nachdem wir in Hervey Bay schon einmal zufällig am Strand getroffen haben wieder in Bundaberg getroffen, oh Mann!!! Danach waren wir bei unseren zweiten Couchhosts Ross. Das war auch supercool, da er ein Standhaus besaß und somit konnten wir den Meeresblick mit einem kalten australischen Bier auf dem Balkon genießen.

Ross und ich beim Dinner auf dem Balkon

Tag 11 und 12

Ganz früh verließen wir die sonnige Stadt Bundaberg wieder Richtung Süden, da wir fünf Stunden benötigen um nach Brisbane zu kommen, um den Nachmittag noch in Brisbane zu verbringen. Am Nachmittag spazierten Rafael und ich durch die drittgrößte Stadt Australiens und ich kaufte ein paar Souvenirs für die Kids und einige Geschenke ein, da drei in meiner Hostfamilie im Oktober Geburtstag haben. Am zweiten Tag verbrachten wir unsere Zeit in einigen Museen und es war beeindruckend auf so einer Reise auch kulturelle Sachen mitzunehmen, dachte ich. Dank unseren Couchhosts waren wir noch im Little Chinatown in Brisbane zum Dinner und danach brachten sie uns sogar zum Mount Cuther, um die Skyline Brisbanes bei Nacht zu betrachten.

Brisbane

die Stadt hinter dem Brisbane-River

Brisbane-Southbank

little Chinatown

Tag 13

Insgesamt fand ich Brisbane enttäuschend, da wir nicht mehr wussten, was man noch an einem dritten Tag unternehmen könnte und die Stadt an sich ist auch absolut durchschnittlich. Deswegen entschieden wir die fast zwei Millionstadt zu verlassen, um den berühmten Lamington National Park unsicher zu machen. Nach zwei Stunden Spaziergang im Laminton National Park realisierte ich, dass Australien Natur im Überfluss bedeutet. Was wir an Pflanzen und Tiere gesehen haben, war es einfach bewältigend, so waren wir auch bereit, spontan eine Nacht mitten im Regenwald zu campen. Der Begriff Regenwald war im wahrsten Sinne des Wortes, da es die ganze Nacht eimerweise geschüttet, geblitzt und gedonnert hat und ich dachte unser Zelt fliegt jeden Moment weg. So was erlebt man nur einmal und zwar in Australien…

Tag 14 und 15

Nach so einer Nacht war man natürlich verzweifelt und zog auch sofort weiter zu einem nächsten National Park in der Nähe namens Spring Brook National Park. Der ist sogar noch schöner, wenn es nicht so pausenlos geregnet hätte. Zwangsläufig fuhren wir im Regen weiter zu unserem letzten Couchhosts in Paradise Point in Gold Coast. Unterwegs mussten wir leider drei Stunden pausieren, da die Bremse des Autos nicht richtig funktionierte und wir das Auto in einer Werkstatt abgeben mussten. Unsere letzten Couchhosts waren sehr relaxend und brachten uns sogar zu einer privaten Geburtstagsparty.

unsere Couchhosts mit zwei schwedischen Couchsurfers in Paradise Point


Tag 16

Es ist der Sonntag, unser letzter Tag unserer Reise. Nach ca. fünf Stunden Autofahren im Regen erreichten wir endlich unsere Homecity Armidale. Irgendwie habe ich die Stadt vermisst und war froh auch endlich mal wieder Zu Hause zu sein, als die Kids mich freundlich empfingen. Insgesamt war die Reise fantastisch, ich sah viele unberührte Naturstellen, erlebte einmalige Dinge und lernte vor allem viele interessante Menschen kennen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Rafael und allen Couchhosts für ihre Gastfreundschaft, lustige Gespräche und vor allem das Vertrauen. Das ist vielleicht genau das, was Australien ausmacht, sie schlossen nicht ihre Haustüre und gaben uns fremden Reisenden einfach ihre Haustürschlüssel. Wahnsinn und Respekt!!!

Nun bin ich schon wieder fast eine Woche in Armidale und der Armidale-Alltag hat schon längst wieder begonnen. Diese Woche musste ich trotz den Ferien im Schulgarten arbeiten. Am Dienstag hatte der kleine Alex Geburtstag und es gab eine kleine Birthday-Party. Gestern waren wir in einem National Park in der Nähe und am Frühabend waren wir bei einem Staffelspaziergang "Relay for Life" in Armidale. Das war was typisch Australisches, da viele Leute einfach um einen Platz laufen für ein ganzes Wochenende. So eine Veranstaltung findet überall in Austalien alle zwei Jahre statt, um krebskranken Menschen zu helfen. Heute stand ich zum ersten mal auf einem Fußballfeld an der Uni und hatte ein kleines Fußballspiel, es war cool, endlich wieder etwas Sport zu treiben. Morgen fängt die Schule wieder an und es kommt eine neue Lehrerin für die Klasse 1, da Louis auf Grund ihrer Inkompetenz gefeuert wurde. Ich bin gespannt und hoffe der Alltag in Armidale wird interessanter.

Relay for Life

Okay, ihr habt es endlich geschafft und bleibt weiter aktiv am Ball!!!

Euer von dem first Road Trip erholender Qi

1 Kommentar:

Silvan hat gesagt…

ahhhr wie geil ist das denn bitte?!! arbeitest du auch? :D

als ich las, dass du am steuer sitzen würdest, wurde mir doch schon etwas mulmig im magen, da ich ja weiß, was du für einen fahrstil so pflegst... aber gut, dass ihr wieder heil zuhause angekommen seid! es war sicherlich eine unvergessliche reise!

ich hoffe,dass es dir sonst gut geht und du mich natürlich enorm vermisst(;

bis bald!