Wie die meisten von euch wissen, ich war ca. 5 Wochen auf Reise und nun bin ich wieder heil in Armidale angekommen. In den vergangenen 5 Wochen habe ich so viel gesehen und so viel erlebt, so dass ich gar nicht weiß von wo ich anfangen zu erzählen soll. Ich werde im Folgenden das wichtigste wie gewohnt chronologisch zusammenfassen, da es viel zu berichten gibt, werde ich alles in zwei Teile darstellen: Teil 1-Australia für die ersten 3 Wochen und Teil 2- Neuseeland für die letzten 2 Wochen. Zu den Berichten gibt es natürlich wieder jede Menge Fotos und Videos, was ihr auch von mir erwartet. Ok are u ready? Here we go…
Erste Woche: Sydney!
Es tat mir gut, verhältnismäßig kalte Armidale am zweiten Weihnachtstag zu verlassen. Die 8stündige Zugfahrt nach Sydney war relativ angenehm. Ich konnte ein wenig schlafen im komfortablen Sitz und beim Beobachten der verschiedenen Landschaft und Orte freute ich mich schon riesig auf die größte Stadt in Australien. In Riverstone, einem abgelegten Vorort von Sydney holte mich Rafael ab und brachte mich zu seiner Großtante Klara, welche nach dem zweiten Weltkrieg nach Australien eingewandert ist.
In den ersten Tagen in Sydney haben Rafael und ich viel zusammen unternommen. Am ersten Tag fuhren wir in die Stadt und besichtigten die Wahrzeichen Sydneys: the Opera House and the Harbour Bridge. Als ich vor diesen atemberaubenden Architekturen stand und nach einer Weile erst realisierte: ich bin in Sydney!!! Wow, ich war echt beeindruckt und es sah in Realität viel schöner aus als die Fotos welche ich zuvor gesehen habe.
Das Parlamenthaus in Sydney
An den folgenden zwei Tagen waren Rafael und ich in den berühmten Blue Mountains. Beim guten Wetter machten wir eine schöne Wandertour und sahen verschiede Pflanzenarten, Wasserfälle und Gebirge. Die Hauptattraktion the Three Sisters stand selbstverständlich auf unserer must-see Liste. Darüber hinaus besuchten wir zum ersten Mal in unserem Leben Tropfsteinhöhlen. Wie man so schön sagt: Reise bildet und so sahen wir die unglaublichsten Strukturen der Tropfsteinsäulen und wussten bei Erklärungen unserer Tourführerin, wie diese entstehen und dass 1cm Tropfstein mehr als 50000 Jahre benötigt.
The Three Sisters
Am 30. Dez. ist Jakob erwartet angekommen trotz des Schneechaos in Europa. Es war gut ihn wieder zu sehen und sofort machten wir uns auf den Weg zur City und dort nahmen wir eine Fähre nach Mainly. Auf der Fähre schossen wir die letzten schönen Fotos von the Opera House und the Harbour Bridge am vorletzten Tag in 2010.
Endlich Silvester!!! Bei gefühlten 40Grad fuhren wir mit dem Zug in die Stadt und dort merkten wir sofort die aufbrausende und hektische Stimmung der Stadt. Viele Touristen überfüllten alle Straßenecken und versuchten die letzten Alkoholeinkäufe vorzunehmen. In der Stadt verabredeten wir uns mit Ronja und co. und wir machten jede Menge Pubs in Sydney unsicher und tranken gemeinsam gutes, altes, deutsches Bier. Das Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Heimat in Down Under und die lustigen und alten Gespräche wieder zu führen haben wir alle sehr genossen. Es war endlich so weit und um Mittenacht sollten wir das spektakuläre und ultimative Feuerwerk zu sehen bekommen . Mit gefühlten 2 Millionen Menschen in der Stadt sahen wir gemeinsam das Feuerwerk über die Harbour Bridge aufsteigen. Wir hatten zwar nicht die beste Sicht auf das Feuerwerk, aber wir waren definitiv die ersten in 2011, die ihre ersten Sektgläser aufleerten. In dem Moment dachte ich natürlich auch an euch in Deutschland, obwohl ihr immer noch 2010 hattet°°.
Zweite Woche: Adelaide und sein Unglück
Nach der langen Nacht in Sydney konnten wir uns gut erholen bei der netten Gastfreundlichkeit bei Klara und bereiteten uns auch sofort vor für den Big Road Trip. Am zweiten Januar fuhren wir morgens los und verabschiedeten uns von Ronja in Wollongong und wir waren endlich on the Road. Nach einem heftigen Sommershower, so dass wir sogar zwischenzeitig anhalten mussten, gingen wir zu unserer ersten Destination: Canberra, die Hauptstadt Australiens. Unsere Couchhost Neil empfing uns freundlich und schlug vor uns direkt die Capital City zu zeigen, da sagten wir natürlich nicht nein. Canberra ist zwar die Hauptstadt hat aber längst noch nicht den Ruf wie Sydney oder Melbourne. Sie ist ziemlich ruhig und bergig. Neil zeigte uns flüchtig die Hauptsehenswürdigkeiten in Canberra wie the Parlament House und the War Memorial usw. in ca. 3 Stunden. Das war ein schöner sonniger Nachmittag, welcher endete mit meiner ersten Domino`s Pizza. Hmmm lecker!!! 
Canberra von oben
Am nächsten Tag machten wir uns direkt auf den Weg nach Adelaide und wir machten kleine Pausen in Wagga Wagga, Mildura und Angonston in Barossa Valley. Die Fahrt auf der Autobahn war ziemlich langweilig, da es ziemlich heiß war und wir nur große, trockene Felder sahen. Endlich in Adelaide angekommen nach fast 8 Stunden auf der Autobahn und so lernten wir unsere zweite Couchhost kennen: Manda. Manda ist ein junges Mädel, welches ziemlich verrückt war und sie nahm uns auf verschiede Aussie Parties, welche auch recht lustig waren. In Adelaide feierten wir ebenfalls Rafaels Geburtstag. Wir tranken unseren Goon(Billigwein) am Strand und alle hatten jede Menge Spaß an dem Abend, aber Rafael war besonders lustig°° und schlief irgendwann unfreiwillig im Sand ein.^^
Ist das Meer im Hintergrund? Was sagt ihr?
In dem deutschgeprägten Barossa Valley
Wir verließen Adelaide bei leichtem Regen am 8. Jan, und ich erwähne das Datum extra, weil das unser Pechtag war. Nach 20 km von Adelaide merkten wir, dass das Auto nicht mehr richtig funktionierte. Anstatt zurück zu fahren, entschieden wir weiter auf dem Road zu bleiben und so schafften wir noch weitere 300km und mussten unser Auto schieben für fast 5km, um bis zu nächstem Dorf zu kommen. Wir waren körperlich und geistig total am Boden, als wir das 1000 Seelendorf Mennigie erreichten. Durch Zufall trafen wir einen Automechaniker und welcher uns empfahl eins seiner Autos zu kaufen. Irgendwie waren wir alle überfordert und frustriert mit der Situation und wir haben schließlich für den Kauf des Autos entschieden. Am Tag darauf saßen wir schon im neuen Auto und setzten unseren Road Trip fort. Auf einer Seite waren wir verärgert wegen des Unglückes, aber auf der anderen Seite waren wir doch froh aus dem Kaff weggekommen zu sein und uns in Richtung the Great Ocean Road bewegten.
Dritte Woche: The Great Ocean Road und Melbourne!
Am selben Tag fuhren wir direkt zu unseren nächsten Couchhosts in Portland. Kerry und Dave waren ein nettes Ehepaar und behandelten uns wie ihre eigene Kinder. Das kalte Bier, das warme, gesunde Abendessen und die nette Atmosphäre waren genau das richtige Mittel um uns aus der tiefen Stimmung herauszuholen. Wir mussten leider Portland verlassen nach zwei Nächten, da die Priorität the Great Ocean Road war. Als wir endlich die schönste Straße Australiens in Sicht hatten, fing es an fürchterlich zu regnen und so schüttet es weitere drei Tage. Eine Nacht waren wir gezwungen in einer dreckigen Garage zu schlafen. Aber was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter°°, dachten wir. So verließen wir the GOR unfreiwillig so früh und fuhren nach angeblich die schönste Stadt Australiens: Melbourne!!!
Eine Fahrt durch ein lebendes Museum: die meisten Pflanzen sind Millionen Jahre alt
Melbourne ist einfach klasse und die Vielseitigkeit der Stadt hat mich vollkommen überzeugt. Von europäisch geprägten Architekturen bis zu lebensvollem Nightlife, von der atemberaubenden Skyline bis zu verzaubernden Stränden, von endlosen Sehenswürdigkeiten bis zum auswahlreichen Essen in Chinatown. Darüber hinaus die Menschen. Wir blieben 4 Nächte bei unserem Couchhost Drew und lernten dort fantastische Menschen aus der ganzen Welt kennen. Die Zeit in Melbourne war unvergesslich cool und von dort mussten Jakob und ich leider von Rafael und anderen verabschieden. Unser Road Trip hat nun nach fast 3000km geendet. Insgesamt waren die letzten drei Wochen unglaublich, obwohl wir ein paar Tiefpunkte hatten. Now it is time to move on, time for next big step: NEW ZEALAND!!!










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