Dienstag, 1. März 2011

Zuerst Vergnügung, dann Arbeit


Ein Lizard war zu Besuch

G´day meine treue Leser,

nach meinen schönen, abenteuerlichen Sommerferien, befinde ich mich wieder in meinem Hometown in Australia. Ich musste gestehen, dass ich Armidale ein wenig vermisst habe: in eigenem Bett schlafen, kein Käsebrot dreimal am Tag und vor allem auch wieder richtig Lust auf Arbeiten…

Es waren nun drei neue Lehrer an der Schule: Angela(Klasse1), Tim (Klasse 2) und Joseph(Klasse 7 und 8), welche Jess, Chris und Bob ersetzen. Das sind super freundliche, absolut easygoing People, Aussies halt. Meine Arbeit in dem neuen Schuljahr macht mir immer mehr Spaß. Nun habe ich relativ abwechslungsreiche Aufgaben und werde in fast allen Klassen eingesetzt: Mal bin ich in der Klasse 2, in welcher die Monster AG letztes Jahr war und unterstütze Tim den Kids eine gesunde Manierengehirnwäsche zu geben. Es scheint so, dass die Klasse endlich den Authoritätsmonsterkiller gefunden hat; Mal werde ich in die Klasse 3 eingesetzt, um Joannes Klasse einen Gardeninglesson zu erteilen; ab und zu helfe ich den Schülern in der Klasse 5 und 6 beim Lesen und einen Einblick in die wunderschöne Mathematikwelt zu erleuchten; gelegentlich spiele ich den Schiedsrichter für Indoorsoccer der Klasse 7 und 8; Darüber hinaus arbeite ich jede Woche Freitag einwenig im Hauptbüro und habe auch das Vergnügen mit den Neulingen aus der Klasse 1 einige spielerische Fähigkeiten auszutauschen.

Swimming Festival

Die Zeit in meiner Gastfamilie ist auch lebhafter. Nathalies Eltern: Travon und Monique waren aus Europa für den kompletten Februar zu Besuch. Sie waren echt eine unterhaltsame Gesellschaft und vielen Dank an dieses angenehme Ehepaar für die netten Gespräche und leckeren Abendessen.

Nachdem ich soviel Geld für die Ferien ausgegeben habe, dachte ich es wurde wieder Zeit ein bisschen Geld zu verdienen. So ging ich zu fast allen Coffeeshops und anderen Möglichkeiten in Town, um einen Teilzeitjob zu finden. Nach dem Motto wenn man wirklich arbeiten will, findet man auch eine Arbeit. Neben Gartenarbeit in der 30Grad Sonne und stundenlangem Stehen in der Küche bis zur Mittenacht habe ich zum ersten Mal im Leben auch meine Erfahrung auf einem Bau gesammelt. Noch nie habe ich so eine harte Knochenarbeit gespürt. Es lief folgendermaßen: ich kam an und wurde sofort so einen großen Straßenbohrer( nennt man diesen Lärmmacher so?) und einen Hörschutz in die Handgedrückt. Ich dachte: jetzt langsam, hallo? Was ist mit dem Arbeitsschutz und Anweisungen und vor allem der Versicherung? Ich meine ich sah jetzt äußerlich nicht so erfahren aus, als ob ich schon 10 Jahre im Baugeschäft tätig wäre. Anscheinend das ist alles easagoing australisch. Auf jeden Fall nahm ich den großen Lärmmacher in die Hand und begann meine misstrauische Bauarbeit. Diese Arbeit sieht einfacher aus als sie ist: die Maschine ist sau schwer, sie macht so ein lautes Geräusch und der Boden unter mir vibriert tierisch und ich dachte das wäre das Nachbeben aus Christchurch. Nach dem Bohren kam erst die richtige Muskelarbeit. Ich musste die großen Steinen in so einen Gehälter packen und diesen anschließend in einen großen Container entleeren. Schwitzend und total muskelermüdet sah ich Familien mir vorbei laufen und die Eltern gaben mir den: „Kinder, lernt fleißig und werdet nicht das“- Blick. Naja, was solls, Geld ist Geld und Arbeit schändet nie--- sagt man doch so schön oder?

So verbrachte ich meine letzten drei Wochenenden und wie gesagt was mich nicht umbringt, macht mich nur härter. In diesem Sinne euch viel Freude und wir sehen uns bald auf eurem Lieblings Qi-Blog.

Euer hardworker Qi

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