Samstag, 7. Mai 2011

Last Road Trip: Cairns to Brisbane

Hallo, meine lieben und treuen Leser,


ich hoffe ihr hattet eine schöne Osternzeit und viele von euch feiern wahrscheinlich die gute Stimmung in mehr als frühlingshaftem Dortmund. Ich beneide alle BVB- Fans, die in Dortmund dieser Wahnsinnsatmosphäre hautnah dabei sein können. naja... ich gönne euch das^^

Eine Woche vor meinen letzten Ferien gab es einige Veränderungen für meine Urlaubsplanung: Rafael teilte mir kurzfristig mit, dass er nicht an dem Urlaub teilnehmen konnte, welches für mich bedeutete: kein Reisepartner, kein Auto und keine Idee was ich machen konnte. Ich war ein wenig verzweifelt und hilflos. Wie spontan Australien ist, meldete sich Vanessa(eine Freundin aus Dortmund, welche seit langem auch in Australien unterwegs ist) bei mir und plötzlich schwebte die Überlegung mit ihr gemeinsam die Ostküste zu bereisen in der Luft. ..

Als ich im Auto einer Armidale Freundin saß, welche auch zufällig direkt am Ferienbeginn nach Brisbane fuhr, war ich erleichtert und froh, da ich mich echt müde gefühlt habe von vielen Arbeiten in den letzten Monaten und nun dem Urlaub endlich näher kam. Nach einer easy 5 Stunden Autofahrt erreichten wir Brisbane und ich musste dann anschließend sofort zum Flughafen um den Flieger nach Cairns zu bekommen. Um Mittenacht kam ich in der Stadt der Backpackers an und traf mich sofort mit zwei Amerikanischen Freunden, welche ich im Sommer in Melbourne bereits kennen gelernt habe. Es tat gut als Mac und Austin mich an unserem Hostel "Asylum" empfingen.

In Cairns blieb ich mit den Jungs für 5 Tage und in der Zeit haben wir uns hauptsächlich entspannt, da Cairns an sich klein war und somit nicht viele kulturellen Ausgangspunkte zur Verfügung standen. Wichtig zu erwähnen ist die Tagestour, als viele aus unserem Hostel gemeinsam einen kleinen Bus mieteten um die Tableland-area unter Cairns zu erkunden. Das war ein super schöner Tag mit 12 Leuten aus der ganzen Welt und wir verstanden uns alle auf Anhieb. So sahen wir gemeinsam verschiedene Wasserfälle, schwammen in einem See und hatten selbstverständlich Bier beim BBQ.
Josephine Fall

Port Douglas

Das Leben in Cairns war nicht schlecht, jedoch wurde ich schnell satt von den gemütlichen langen Schlafen^^, unzähligen Strandgängen und ausreichenden gehirnzellenabtötenden Parties. So war ich echt froh, Vanessa endlich nach einer langen Zeit wieder zusehen und mit ihr endlich die lange Ostküste unsicher zu machen.

Zufällig kannte Vanessa Sebastian, welcher einen Campervan hatte und genau dieselbe Route von Cains nach Brisbane wollte. So waren wir sofort ein Team, welches aus zwei Süddeutschen Sebastian und Kim und zwei unschlagbaren ultimativen Dortmundern bestand^^. Unmittelbar hat auch unser echter Roadtrip schon gestartet...


Es war ungewohnt für mich mit 3 Leuten zu reisen und die ganze Zeit in einer engen Kiste zu schlafen, ich meine man machte quasi alles in dem Van. So war "Wilson" für zwei Wochen unser neues Zuhause.

Von Cairns nach Brisbane ist ein langer Weg und unsere Zeit war begrenzt, so verbrachten wir fast jeden Tag ein paar Stunden auf der Autobahn, am Strand und mit sonstigen Ostküstenstädtenbummeln. Vielleicht lag es an mir, nach dem letzten Urlaub in Neuseeland, alles schien mir an der Ostküste zu künstlich und größtenteils kommerziell. Ich musste zugeben, ich war ein wenig enttäuscht von den fast gleichaussehenden Städten, durchschnittlichen Stränden, vielen touristischen Angeboten und insgesamt von dem Lieblingsstaat der Aussies: Queensland.
Townsville
Nichts desto trotz freuten wir uns riesig auf unser Highlight des Roadtrips: Whitsundays. Whitsundays sind eine Inselgruppe in den berühmten Great Barrier Reefs. Als wir in Airlie Beach ankamen, spürten wir die natürliche Schönheit des Great Barrier Reefs sofort. Das türkis-blau-grüne Wasser glitzerte unter dem weiten klaren Himmel. Es war fasziniert zusehen von den verschiedenen Segelbooten, welche orientierungslos in der Ferne tuckerten. Wir konnten kaum noch warten, da wir eine Tour auf so einem Boot gebucht haben für 3 Tage und 2 Nächte. Als ich endlich auf dem Frontdeck stand und uns Richtung den wohl angeblich beliebtesten Inseln der Great Barrier Reefs bewegten, fühlte ich den frischen Wind, welcher meinen Schal wehte, lauschte den Seaeagles und betrachtete den fantastischen Sonnenuntergang: Freiheit und Urlaub...

Schnell war die Freiheit vorbei, als ich am nächsten Tag elend in der engen Toilette saß wegen der Seekrankheit. Die erste Nacht in einem Boot war eig. angenehm, ich meine abgesehen von den engen Betten und die Nässe die man riechen konnte. Aber so bald man eingeschlafen ist(ich war froh wieder in einem normalen Bett zu schlafen statt in einem Campervan), merkt man kaum von dem schaukeligen Boot. Auf jeden Fall ging es mir besser als wir an dem Heavenbeach angelegt haben. Auch unter einem sehr bewökten Himmel war Heavenbeach ein schöner Ort und natürlich waren wir nicht die einzigen. So begegneten wir uns viele anderen Booten und anderen Abenteuersuchenden. Das Beste in dem Urlaub war die Schnorchel-Tour. Ich habe vorher noch nie geschnorchelt und so war es doppelt aufregend für mich. Plötzlich war ich in NEMOs Heimat, du kannst dir nicht vorstellen, wie schön es war, die Unterwasserwelt mit meinen eigenen Augen zu sehen. Ich sah gefühlte 1000 verschiedene Arten von Millionen Fischen, welche neben mir schwammen. Es war absolut atemberaubend, die verschiedenen Farben der Reefs, Fische und Pflanzen wahrzunehmen. Ich war einfach überwältigt und sprachlos, vielleicht bekommt ihr so einige Eindrücke in den Fotos. Insgesamt war die Bootstour eine gute Erfahrung und ich konnte auch viele netten Menschen kennen lernen, die auch auf dem Boot waren(natürlich war der größte Anteil deutsch).

HeavenbeachUnser Boot: New Horizon
Im Rest des Roadtrips haben wir uns hauptsächlich gemütlich an verschiedenen Stränden verbracht und zwei Tage vor dem Abschied Vanessas Geburtstag gefeiert. Ich hoffe du hattest einen schönen Tag, Vanese Popese( der Name ist so bescheuert^^) Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass ich meine erste Erfahrung mit Surfen gemacht habe. Nach 9 Monaten in Armidale habe ich schon längst mit Surfen-lernen aufgegeben, aber durch Zufall, dass ich doch noch mal ausprobieren konnte(Sebastian hatte einen Surfboard dabei). Es war genial. Nun muss ich entgültig den Traum mich auf der first Page der Suferboys- Magazine zusehen, aufgeben(das Surfen sieht einfach viel zu leicht aus als in der Wirklichkeit ist). Hier will ich Sebastian, Kim und Vanessa danken für die gemeinsame Zeit, die organisierten Müslifrühstücken^^ und ich werde die Zeit im "Wilson" lange in Erinnerung behalten.

Town of 1770 war angeblich der erste Ort in
Australien , welchen Captain Cook in 1770 entdeckte
Nun bin ich schon fast zwei Wochen in Armidale und zähle auch schon die Tage bis ich Armidale verlasse. Das ist echt erschreckend, wenn ich dran denke... naja ich wünsche euch alles Gute und allen BVB-Fans in Dortmund eine gute Meisterschaftsfeier.

Euer ewiges Schwarz-Gelbe Herz

Keine Kommentare: